Riegenreise TB
Murten scheint in diesem Jahr in Neuendorf und speziell im TSVN ein sehr beliebtes Ausflugziel zu sein.
Nachdem bereits der Ausflug der Jugend in die Zähringerstadt führte, wollte es der Zufall, dass die Aktiven und wir TB unsere Riegenreise am gleichen Tag in diesem kleinen, aber sehenswerten Städtchen, starteten.
Nachdem wir Frauen uns am 16. August kurz vor acht Uhr mit dem Wichtigsten für einen guten Start in den Morgen ausgerüstet hatten (für sofort ein Weggli, Schoggistängeli und Kaffee, für später ein Chipssäckli), fuhren wir mit dem Bus nach Oensingen. Dort ging es weiter mit dem Zug via Neuchâtel nach Murten.
Kaum aus dem Zug ausgestiegen, liefen uns schon die ersten Aktiven über den Weg. Da sie eine Stunde früher gestartet waren, irrten sie schon in Murten herum. Wir Frauen entschieden uns als erster Programmpunkt für eine traditionelle Stadtführung und erfuhren so viel über die Stadt Murten und ihre Entstehung. Danach stand die Sonne schon hoch am Himmel und drückte was das Zeug hielt. So marschierten wir nur bis zum See, wo wir ein erstes Apéro genossen und die meisten etwas Neues lernten. Eine minutiöse Vorbereitung wird offensichtlich überbewertet. Ein T-Shirt kann man auch einfach am Morgen vor der Abreise waschen, bei jeder noch so kurzen Pause an die Sonne legen und das reicht dann, dass es am Abend trocken ist. Nachdem wir uns alle mit Speckzopf, Chips, Wein und Wasser gestärkt hatten, führte unser Weg weiter dem See entlang in den Chablais-Laubwald, wo wir schon sehnlichst von zwei Senioren erwartet wurden, welche dort jeden Samstag den Wald aufräumen. Nachdem wir den einen schon beim Rekognoszieren angetroffen haben, liessen sie es sich nicht nehmen und haben den Platz bereits für uns vorbereitet. Das Feuer hätten wir zwar nicht gebraucht, es war definitiv heiss genug, aber die beiden Herren machten sich Schnitzelbrote und wussten uns einige Anekdoten aus ihrem Leben zu erzählen, unter anderem auch, warum dem einen von ihnen ein grosses Stück dieses Waldes gehört.
Nach einer ausgiebigen Mittagsrast marschierten wir auf dem Naturerlebnispfad weiter nach Sugiez, über den Campingplatz und weiter dem See entlang bis nach Praz. Trotz grosser Hitze marschierten alle tapfer weiter bis zum Schluss. Auf den letzten paar Metern trafen uns endlich noch ein paar wenige Regentropfen, deren Wolke sich offenbar an einem anderen Ort richtig entlud. Im «La Cambuse», dem Selbstbedienungsrestaurant, welches zum bekannten Restaurant Cave Bel-Air gehört, liessen wir uns nieder, tranken gut gekühlte Getränke und liessen unsere Füsse aus den Trekkingschuhen an die frische Luft. Da wir genügen Zeit hatten, kühlten sich einige sogar kurz im See ab, bevor wir mit dem Schiff den restlichen Weg nach Murten zurücklegten.
Mit dem Zug fuhren wir dann weiter über Bern (dort war vermutlich unsere Wolke, so stark wie es dort regnete), Olten nach Egerkingen. Zufälligerweise stand im Gasthof von Arx an diesem Abend das Sommerfest auf dem Programm. So feierten wir im Nachbardorf, in TSVN-Zelt, gemeinsam mit den Aktiven in die Nacht hinein. Zuerst noch ganz gemächlich, doch je länger der Abend dauerte, desto ausgelassener wurde es. Einige Egerkinger warten wohl immer noch auf eine Darbietung von uns, weil wir alle gleich angezogen waren. Aber die müssen sich noch ein wenig gedulden, die Unterhaltung findet erst wieder im nächsten Jahr statt. Nach und nach machten sich die einen oder anderen auf den Heimweg und mit dem letzten Postauto fuhr dann der grosse Rest heimwärts, ausser… diejenigen, die sich schluss-endlich sogar noch von der Chefin nach Hause fahren liessen.
Es war ein toller Tag mit vielen lieben, lustigen und unterhaltsamen Frauen. Solche Tage machen einfach Spass! Schön, wart ihr alle mit dabei.