Riegenreise Aktive 2026 - Zugreise ins Märchenland
An einem Samstagmorgen noch bevor die Sonne aufgeht, treffen sich 14 Männer in blauen T-Shirts. Sie sehen aus wie die Schlümpfe. Mit Bus und Zug reisen wir nach Baar, wo unser Fussmarsch startet.
Über einen Holzsteg steigen wir in die Höhe der Baumwipfel und überwinden so die ersten Höhenmeter. Wir geniessen die Aussicht und stellen uns vor, wie Späher vor langer Zeit hier Wache gestanden haben. Die Wanderung führt uns zu einem Wasserfall, welcher über Jahrhunderte zu einer eindrücklichen Kalkablagerung geführt hat. Die mit Moss überwachsenen Steine und das Plätschern des Wassers vervollständigen die mystische Stimmung. Drei mutige Schlümpfe klettern als erstes hinter den Wasserfall, bevor ihnen alle anderen folgen.
Einige träumen von der Hofdame, während wir zur Burgruine im Wald aufsteigen. Der Turm der Ruine ist abgesperrt und um uns nicht in Lebensgefahr zu begeben, müssen wir von weiteren Versuchen, das Hoffräulein zu treffen, absehen.
Der Weg führt uns ins Tal und dort entlang der Lorze zum Eingang der Höllgrotten. In den Grotten hat sich der Kalk in den unterschiedlichsten Formen abgelagert und bildet jetzt eine Landschaft von skurrilen Strukturen. Einzelne Ablagerungen werden mit farbigem Licht ausgeleuchtet, so dass man mit etwas Fantasie die unterschiedlichsten Gestalten entdecken kann. Wer im letzten Abschnitt nicht zu früh das Licht einschaltet, kann sogar das «Höllgrottentüfeli» sehen.
Nach der kühlen Höhle wirkt die heisse Mittagsonne noch viel stärker und die Meisten sind froh, während der Mittagsrast die Füsse in der Lorze abzukühlen. Zu Fuss und mit Bus erreichen wir am Nachmittag die Talstation der Standseilbahn. Die Bahn fährt uns auf den Zugerberg, wo uns eine leichte Brise etwas abkühlt. Wer weiss, vielleicht ist der Kinderstar und Fabelwesen «Zugiblubbi» dafür verantwortlich? Ausgerüstet mit einer abenteuerlichen Schatzkarte steigen wir nicht hoch zu Ross, sondern jeder kriegt ein Trottinett.
Etwas über unseren Verhältnissen rollen wir mit hohem Tempo in die Stadt hinunter und sind froh, dass bei der rasanten Fahrt keiner zu Schaden gekommen ist…
Nach einer Trinkpause in der Markthalle «Freiruum» werden wir überrascht. Anstelle des Zuges, bringt uns ein Bus mit eingebauter Theke und Zapfhahnen, für Männer ein Märchentraum, zurück ins Gäu. In ausgelassener Stimmung kurven wir durchs Dorf dem Ochsen entgegen. Bei einem geselligen Abendessen lassen wir unsere «Märchenreise ins Zugerland» ausklingen. Den Organisatoren, alias Twins, herzlichen Dank!